Ich höre deine Stimme wie ein Echo. Sie hallt nach.

Ich weiß noch immer deine Worte. Aber nicht mehr, wie du sie zusammengesetzt hast. Deinen Tonfall und die Art und Weise wie du dich ausdrückst, habe ich vergessen.

Ich rufe dich an um deine Stimme zu hören, aber es nimmt niemand ab.

Tage später versuche ich es erneut. Ich wollte gerade auflegen. Doch dann nimmt jemand ab. Aber es ist nicht deine Stimme. Ich lege auf. Deine Nummer ist nicht mehr die selbe.

Wenn es dunkel ist, laufe ich manchmal an deiner Haustür vorbei. Auch wenn ich weiß, dass du nicht mehr hier wohnst, beruhigt mich der Gedanke Wege zu gehen, die du gingst. Meine Finger wandern langsam über die Ziegelwand. Ich spüre jeden einzelnen Stein, jede einzelne Rille, jede Unebenheit. Ich möchte in die Wand greifen, wie ich einst in deinen Rücken griff und jede Faser und Regung spüren. Aber die Steine geben nicht nach. Und stattdessen verkrampft sich meine Hand und meine Finger prallen an der kalten Ziegelwand ab.

Ich befürchte dich zu treffen, obwohl du hier nicht mehr wohnst. Ich ziehe meinen Schal tiefer ins Gesicht. Ich hoffe auf dich zu treffen, obwohl du hier nicht mehr wohnst.

Ich schaue hoch zu deinem Fenster. Das Licht ist aus. Aber ich sehe deine Silhouette, auf der Fensterbank sitzend, den Schlüssel griffbereit um ihn mir herunter zu werfen.

Die Fantasie spielt mir Streiche. Und alles was mir bleibt ist die Erinnerung, aber auch die wird von Tag zu Tag blasser, wie mein Gesicht im Winter. Fast so weiß wie der Schnee. Ein trister, nebliger Schleier aus verblassten Erinnerungen.

OUTFIT DETAILS
Shirt: NA-KD

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