2014

Die Sonne scheint in mein Gesicht. Es ist zu hell. Ich bin wütend und die Sonne in meinem Gesicht verstärkt diesen Ausdruck. Es ist voll und heiß und laut. Ich wollte meine Ruhe haben und jetzt ruht ein fordernder Blicke auf mir. Ich weiß nicht wie ich aus dieser Situation entkommen kann. Es fällt mir schwer zu Wort zu kommen, denn eigentlich wollte ich nichts sagen. Ich fühle mich zurückversetzt an einem warmen Sommertag vor ein paar Jahren.

2011

Ich stehe vor der Klasse. 5 Minuten. Immer wieder sage ich es mir. Es sind nur 5 Minuten. Du schaffst das. Du hast dich darauf vorbereitet. Ich sitze ungeduldig auf meinem Stuhl und warte darauf, dass die Stunde vorbei ist. Aber der Zeiger der Uhr bewegt sich kein bisschen. 39 Minuten.
Der erste Vortrag neigt sich dem Ende zu. Ich werde nervöser und werde aufgerufen. Mit zitternden Beinen stehe ich auf und trete nach vorne, in meiner Hand ein zerknüllter Notizzettel. 31 Augenpaare schauen mich an. Also, eigentlich nicht wirklich. Denn jeder ist beschäftigt. Handy, Kritzeleien, Tagträume.
Und doch 31 Personen in diesem Raum. Ich sage nichts, es ist ruhig geworden. Und dann, 31 Augenpaare auf mich gerichtet. Die Nervosität steigt und mein Mund bleibt stumm. Und ich bin wütend. Auf die Augen, die mich ansehen. Auf ein Lachen aus der Ecke. Und vor allem auf mich.

2014

Und jetzt. Etwas ist anders. Mir ist egal, was von mir erwartet wird. Ich breche aus, sage meine Meinung. Bin wieder wütend, aber diesmal nicht auf mich. Und bin ein Stück mehr ich selbst. Ich brauche keinen Notizzettel mehr. Ich sage meine Meinung und verlasse den Tisch.

 

OUTFIT DETAILS
Rock: Topshop
BH: & Other Stories
Jacke: Review | ähnlich | ähnlich

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