Das Meer ist aufbrausend. Die Wellen stürmen ungebändigt. Sie sind aufdringlich. Wollen mehr, mehr Meer. Sie klatschen gegen den Meeressaum und der Schaum löst sich auf, verbindet sich mit dem Sand. Gestern war das Meer noch sanft und ruhig. Es leuchtete türkis und die Fische wagten sich an die Wasseroberfläche. Heute verstecken sie sich am Meeresgrund. Eine einzelne Möwe hat sich verirrt und schwebt orientierungslos in der Luft.

Das Meer ist unbeständig. Düster. Geheimnisvoll. Unergründlich. Sanft. Lebhaft. Und in den Tiefen schlummern die wahren Wunder. Korallenriffe, bunte Fische, Seehunde.

Und nun stürmt der Wind am Himmel und lässt meine Haare in alle Richtungen wehen. Unter meinen Füßen spüre ich den Sand, er ist kühl und nicht mehr so warm wie am Tag zuvor, denn es früh am morgen und die Sonne hat sich noch nicht blicken lassen. Die Wolken stehen dicht an dicht am Himmel und man kann nur erahnen wie die Morgenröte sie in wenigen Minuten durchbrechen wird.

Ich verliere den Boden unter den Füßen und sinke tief in den Sand. Spüre den klebrigen Sand an meinen Füßen. Es fühlt sich vertraut an, aber dennoch fremd. Wie ein alter Bekannter, den man zufällig auf der Straße trifft. Ein kurzes „Hallo“ und ein lange nachklingendes „Ciao“. Nah, aber doch so fern. Wie das Meer. Immer im Herzen, aber meistens fern. Unerreichbar.

Und ich stecke zu tief im Sand. Ich brauche wieder festen Halt um meine wirren Gedanken zu ordnen. Sonst versinke ich immer mehr. Ich brauche wieder festen Halt um mich zu ordnen. Asphaltboden und Straßenlärm. Denn da ist nichts ungewiss. Ich kenne die Stadt, weiß wo die Straßen hinführen, trotz Orientierungslosigkeit. 

Aber ich gebe dir ein Versprechen. Ich komme wieder, Ciao bis zum nächsten Mal.

OUTFIT DETAILS
BH: Free People
Bikini Unterteil: Zaful
Hose: ASOS | ähnlich
Gürtel: H&M | ähnlich

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