Ein durchwachsenes Wetter ließ uns überlegen, was wir heute unternehmen wollen. Ins Theater? Ins Museum? In eine Galerie? Die Auswahl war nicht so groß, denn bei dem Wetter wollten wir nicht großartig viel draußen sein. Glücklicherweise hatten wir noch die Ausstellung des Sony World Photography Awards 2016 auf unserer ToDo-Liste. Genau diese steuerten wir jetzt an. Es war exakt der richtige Ort für so ein unentschlossenes Wochenende.

Willy-Brandt-Haus

Da die Ausstellung im Willy-Brandt-Haus stattgefunden hat, war der Weg leicht zu finden. Es befindet sich ganz in der Nähe der U-Bahnstation Hallesches Tor, wo sowohl die U1 als auch die U6 fährt. Also taumelten wir aus der U6 die Treppen hoch wieder ans Licht und suchten den Weg durch die wenig besuchten Straßen zum Willi-Brandt-Haus. Der Weg war schnell gefunden und noch schneller gelaufen, sodass wir vor dem SDP Gebäude standen. Nur ein ganz kleines Schild wies auf die zur Zeit stattfindende Ausstellung hin. Einmal durch die Tür getreten, wurden wir sofort von einer Empfangsdame angesprochen. Sie wollte unsere Ausweise sehen und gab uns zwei schicke Besucherschilder.

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Nun sollte uns nichts mehr aufhalten. Also auf in die Ausstellung. Wir betraten die große Aula und der Anblick der sich uns erbot war modern und stilvoll. Der gläserne Aufzug stieg in die Höhe und brachte uns endlich zur Ausstellung. Oben angekommen, erhielten wir sofort eine erste Impression der Galerie. Das lag daran, dass die Galerie durch die Glaswände auch schon vom Nachbarraum einsehbar war. Da die anderen Stockwerke in Dunkelheit gehüllt waren, leuchtete die Galerie besonders schön dazwischen.

Die Ausstellung

Dafür das wir bis jetzt praktisch menschenleere Straßen und Räume vorgefunden haben, war die Ausstellung erstaunlich gut besucht. Wir starteten an dem uns am nähest gelegenen Bild und beschlossen die Ausstellung, soweit möglich, im Kreis abzulaufen. Sofort viel uns auf, dass die Bilder nicht aus einem einheitlichen Genre kamen. Diese Diversität gefiel mir besonders gut, auch wenn nicht jedes Genre meinen Geschmack getroffen hat.

Erstaunlicher Weise waren auf den Fotografien nicht nur besonders gut eingefangene Szenen aus dem realen Leben vorzufinden. Auch kleine surreale Umgebungen und eine Reise zum Mond wurde von den Künstlern kreativ inszeniert. Doch egal ob es sich um eine Landschaft aus Fleisch oder ein mysteriöses Bild mit leuchtenden Punkten handelt, fast jedes Bild regte dazu an stehen zu bleiben und darüber nachzudenken.

Für dieses Jahr ist die Ausstellung leider schon vorbei. Nächstes Jahr jedoch werden wir diese wieder besuchen und vielleicht sehen wir ja dann auch jemanden von euch. Wer die Ausstellung verpasst hat und leider keinen Einblick in die Welt der Sony World Photography Award Künstler hatte, kann sich hier noch ein paar Impressionen holen: