Das Wasser plätschert und die Sonne geht langsam am Horizont unter. Die Abendsonne malt den Himmel bunt. Orangene Wolken ziehen an mir vorbei.
Und plötzlich bin ich müde. Augenringe machen sich über mein Gesicht breit. Es fühlt sich an, als hätte ich Tage lang nicht geschlafen. Die Luft ist stickig und ich lege mich mit geschlossenen Augen ins Gras.

Ich döse weg und merke nur wie sich sich jemand über mich beugt. Nach wenigen Sekunden öffne ich meine Augen wieder und ich blicke mir selbst entgegen. Ich erschrecke bis ich bemerke, dass mir jemand einen Spiegel vor mein Gesicht hält.

Auf dem Spiegel stehen unzählige Wörter in roter Schrift. Vorurteile, Ängste, Wahrheiten, Makel und Fehler.
Und mir wird bewusst, dass ich so nicht mehr gesehen werden möchte. Denn da ist noch mehr. Mehr als die wahrnehmbare Erscheinung und mehr als man auf den ersten Blick sieht. Mehr als das kleine Mädchen von nebenan. Und mehr als der äußere Schein.

Langsam stehe ich auf und nehme den Spiegel in meine Hände. Ich streiche mit meiner Fingerkuppe über die Wörter und wische sie alle weg. Denn ich möchte mich nicht mehr mit ihnen identifizieren.
Ich sehe mich ein letztes Mal an und lasse den Spiegel fallen. Er zerbricht in viele kleine Teile. Etliche Scherben liegen nun am Boden. Und mir liegt eine neue Seite vor, ein weißes, unbeschriebenes Blatt.
Ein Neuanfang.

OUTFIT DETAILS
Jacke: H&M | ähnlich
Kleid: Urban Outfitters | ähnlich

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